Messer Lehrgang Wolfgang Kreuzau

Messerabwehr im Fokus – Lehrgang zum Prüfungsprogramm und zur Selbstverteidigung

Bei hochsommerlichen Temperaturen draußen fanden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der angenehm temperierten Sporthalle optimale Bedingungen für einen intensiven Lehrgang zum Thema „Abwehr von Messerangriffen – Prüfungsprogramm und Selbstverteidigung“.

Nach der Begrüßung durch den Bezirksvertreter Werner Petersen und den Vertreter Helmut Titz des ausrichtenden Vereins TC Kreuzau, stimmte der Referent Wolfgang Kroel, 9. Dan, die Gruppe auf einen lehrreichen Trainingstag ein. Bereits zu Beginn wurde deutlich, dass Ju-Jutsu weit mehr ist als das Erlernen von Techniken. Im Mittelpunkt standen die Prinzipien der Selbstverteidigung: Gefahrensituationen richtig einschätzen, eine Fluchtmöglichkeit möglichst offenhalten und eine begonnene Abwehrhandlung jederzeit beenden zu können, sobald ein sicheres Verlassen der Situation möglich ist.

Der praktische Teil begann mit grundlegenden Partnerübungen zu Bewegung, Distanzgefühl und Reaktionsvermögen. Durch den Einsatz der Hände, konsequente Bewegung und situationsgerechte Reaktionen wurden die Teilnehmer schrittweise an die Anforderungen realistischer Angriffssituationen herangeführt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf explosionsartig ausgeführten Atemi-Techniken, die den Angreifer stören und die Initiative auf den Verteidiger übertragen.

Im Anschluss standen die Messerangriffe des Prüfungsprogramms im Mittelpunkt. Ausgehend von Bedrohungssituationen vor dem Körper sowie verschiedenen Stich- und Schnittangriffen wurden kurze und effektive Abwehrhandlungen erarbeitet. Dabei spielte die konsequente Kontrolle des waffenführenden Arms eine zentrale Rolle. Ergänzt wurden die Techniken durch wirkungsvolle Stör- und Schocktechniken sowie passende Hebel, die den Angreifer kontrollieren und seine Handlungsfähigkeit einschränken.

Aufbauend darauf wurden Kombinationen mit Atemi zum Kopf, Hebel- und Wurftechniken trainiert, um den Angreifer schnellstmöglich und kontrolliert zu Boden zu bringen. Wolfgang legte dabei großen Wert auf saubere technische Ausführung, flüssige Übergänge und die durchgehende Kontrolle des messerführenden Arms. Durch zahlreiche Wiederholungen wurden die Bewegungsabläufe gefestigt und die Handlungssicherheit der Teilnehmer kontinuierlich verbessert.

Den Abschluss bildete das intensive Training der Messerangriffe 1 bis 5 aus dem Prüfungsprogramm. In konzentrierter Atmosphäre arbeiteten alle Teilnehmer engagiert an der Umsetzung der Techniken und nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Details gemeinsam zu vertiefen.

Der Lehrgang machte deutlich, dass Ju-Jutsu mit seinen Prinzipien „Ausweichen, Abwehren, Atemi, Hebeln, Werfen und Kontrollieren“ ein vielseitiges und praxisorientiertes Selbstverteidigungssystem bietet. Mit vielen neuen Erkenntnissen, zahlreichen Trainingsimpulsen und einer gelungenen Mischung aus Prüfungsprogramm und anwendungsorientierter Selbstverteidigung endete ein abwechslungsreicher und lehrreicher Lehrgang.

Werner Petersen, NWJJV