Manche von ihnen trugen Masken, manche wirbelten als Küchenmaschinen durch den Seminarraum und wiederum andere liefen schreiend durch den Wald und verunsicherten Spaziergänger und Wanderer. Nein, es handelte sich dabei nicht um den Karnevalsverein Bad Blankenburg bei seiner jährlichen Jahreshauptversammlung, sondern vielmehr um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ausbildungsganges Trainer/in-B Gewaltprävention des DJJV, die Erfahrungen zum Thema Erlebnispädagogik, Aktivierungstraining und Selbstbehauptung sammelten.
Die diesjährige Präsenzausbildung zum Trainer B Breitensport-Gewaltprävention fand vom 07. bis 12. April 2026 in der Sportschule Bad Blankenburg statt. Gemeinsam mit den 12 Teilnehmenden wurden unter der Leitung eines hochqualifizierten Ausbildungsteams, zu dem Barbara Eder, Walter Knör und Fritz Schweibold gehören, methodisch-didaktische Aspekte von Übungsstunden oder Kursen untersucht und erarbeitet. Darüber hinaus wurden spezifische Kenntnisse in Bezug auf Gewaltprävention, angewandte Psychologie sowie Sozial- und Sonderpädagogik vermittelt.
Der Unterricht begann am Dienstag nach Ostern und endete am darauffolgenden Sonntag. Die sechs Tage voller theoretischer und praktischer Inhalten verbrachten die Teilnehmer im Seminarraum, zum Teil im Dojo, auf der Wiese der Sportschule und sogar im Wald, während einer Wanderung zum nahegelegenen Eberstein, was den einen oder anderen Passanten etwas irritierte.
Konfliktlösungsstrategien, zum Umgang mit schwierigen Teilnehmern, Stressbewältigung und Verhaltensoriginalität, Rhetorik, Motivation, Gruppendynamik, Selbstbehauptung und Erlebnispädagogik und Deeskalationstraining gehörten zu den Unterrichtsinhalten. Am Abend traf man sich im Champions Pub und ließ den Abend bei einem Kaltgetränk und jeder Menge Erfahrungsaustausch ausklingen. Der Unterricht am Sonntagmorgen fand mit einem besonderen Perspektivenwechsel und dem Umgang mit „Chantal“ sein Ende. In der Feedbackrunde äußerten sich alle Teilnehmer positiv zur Durchführung der Ausbildung. Die Referenten wurden von allen als hochqualifiziert und professionell angesehen, was auf ihr umfangreiches Wissen und ihre großen Erfahrung zurückzuführen ist. Außerdem waren sich alle einig, dass die Gruppe mit ihrem Zusammenhalt, Teamgeist und ihrer Motivation einen wesentlichen Beitrag zur guten Stimmung und zum Erfolg der Veranstaltung geleistet hat.
Im August müssen die Prüflinge der Kommission gegenübertreten und sie von ihrer Eignung für Tätigkeiten in diesem speziellen Bereich überzeugen. Dafür ist es notwendig, eine Prüfung von 90 Minuten abzulegen und anschließend eine Präsentation zu ihrer Projektarbeit zu halten. Drücken wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Daumen, besonders unseren 4 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus NRW!

