Die diesjährige Bezirksprüfung im Ju-Jutsu war nicht nur eine technische Überprüfung des Könnens, sondern vor allem ein eindrucksvolles Zeugnis für die gelebten Werte unserer Sportart. Zehn Teilnehmer stellten sich den vielfältigen Herausforderungen – und machten diese Prüfung zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.
Erfolgreiche Prüfungen auf allen Stufen
Vier Teilnehmer bestanden ihre Prüfung zum gelben Gürtel unter den prüfenden Augen von Marvin Klein (2. Dan) und zeigten dabei eine Leistung, die selbst erfahrene Beobachter beeindruckte.
Zum braunen Gürtel traten mehrere Prüflinge an, geprüft von Heinz Schäfer (7. Dan) und Werner Petersen (6. Dan). Auch sie meisterten die hohen Anforderungen souverän. Besonders die Prüflinge zum 1. Kyu durften mehr als stolz auf ihre hervorragende Leistung sein.
Vielfältige Technikbereiche sicher gemeistert
Die Prüfungsfächer umfassten unter anderem:
- Bodentechniken
- Abwehrtechniken
- Wurftechniken
- Stockabwehr
…sowie weitere anspruchsvolle Elemente des Ju-Jutsu. Doch so beeindruckend die technische Kompetenz auch war – sie war nur ein Teil dessen, was diese Prüfung so besonders machte.
Werte, die nicht nur gezeigt – sondern gelebt wurden
Diese Bezirksprüfung war ein seltenes Beispiel dafür, wie stark die Werte des Ju-Jutsu spürbar werden können, wenn eine Gruppe sie gemeinsam trägt. Während der gesamten Veranstaltung lag eine Atmosphäre in der Halle, die man nicht so einfach beschreiben kann – man musste sie erleben.
Höflichkeit zeigte sich im respektvollen Umgang miteinander,
Selbstbeherrschung in der Ruhe unter Druck,
Fairness in jeder Partnerübung,
Respekt und Ernsthaftigkeit in jeder Bewegung,
Freundschaft und Hilfsbereitschaft im Miteinander der Prüflinge,
Bescheidenheit im Auftreten trotz guter Leistungen,
und Kampfgeist in jedem einzelnen Moment.
Diese Werte waren nicht nur Teil des Leitbilds – sie waren sichtbar, hörbar, fühlbar. Sie machten diese Prüfung zu einem Ereignis, das weit über sportliche Leistungen hinausging.
Ein besonderes Highlight: Mut in seiner reinsten Form
Ein Moment rührte die gesamte Halle: Der Auftritt von Tim, einem Prüfling zum 1. Kyu, der trotz seiner Einschränkungen – ohne sehen und hören zu können – zur Prüfung antrat. Was er zeigte, war nicht nur eine technische Leistung. Es war ein Ausdruck von Mut, Willensstärke und unerschütterlichem Glauben an sich selbst.
Tim brauchte den Vergleich zu keinem anderen zu scheuen. Seine Prüfung war ein Höhepunkt und ein Symbol dafür, was die Werte des Ju-Jutsu wirklich bedeuten können, wenn man sie mit dem Herzen lebt.
Fazit:
Diese Bezirksprüfung hat deutlich gemacht: Ju-Jutsu ist weit mehr als Technik. Es ist ein Weg, der Menschen verbindet, stärkt und inspiriert. Alle Prüflinge haben nicht nur bestanden – sie haben gezeigt, was es heißt, Ju-Jutsu im tiefsten Sinne zu verkörpern. Eine Prüfung, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Text & Bilder
Werner PETERSEN

